Montag, 26. Juli 2010

Riez Open Air 2010

Nachdem ich heute den ganzen Tag nur mehr oder weniger vor mich hin vegetiert habe, versuch ich jetzt doch mal in ein paar Sätzen zu erzählen, wie das Wochenende war. Nachdem wir Freitag 7 Stunden (inkl. eine Stunde Dinge besorgen in Münster und ca. zwei Stunden Stau) unterwegs waren, erreichten wir das beschauliche, rheinland-pfälzische Bausendorf. Wir hatten ja mit viel bzw. wenig (bezüglich der Größe, interne Schätzungen beliefen sich auf 1000 - 5000 Besucher) gerechnet, aber DAS hatten wir so nicht erwartet. Camping neben dem Auto, vielleicht 50 andere Zelte und viiel Platz. Und ganz Eifel-üblich: Regen. Nachdem alles aufgebaut und wir häuslich eingerichtet waren (und mehrfach die Frage beantwortet haben, wieso wir denn extra fürs Riez aus dem "Ausland" kämen, das wäre doch völlig verrückt), haben wir einen Blick aufs Gelände gewagt und uns hat der nächste (positive!) Schlag getroffen. Eine überdimensionierte Gartenparty. Und dann so ein LineUp, das kann doch nicht... Am ersten Abend gab es für uns dann Useless ID (sehr, sehr geil!), Callejon (ein etwas sehr enttäuschender Secret Headliner, aber das ist ja Geschmackssache) und die großartigen This Is A Standoff, die wir uns in sturzbachartigem Regen angeschaut haben um danach triefend und in der Hoffnung auf besseres Wetter am Samstag, weil wir sonst keine trockenen Klamotten mehr gehabt hätten, ins Zelt zu fallen.


blogriez660

Der Samstag versprach schon am Morgen Besserung. Kein Regen, Sonne und nach und nach auch ein paar mehr Besucher. Nach einer abenteuerlichen Tour durch die Weinberge auf der Suche nach einem Supermarkt (merke: ein gutgelauntes "Moin!" verunsichert den Rheinland-Pfälzer) und einem entspannten Tag beim Camping (und wieder tragfähigen Klamotten dank Sonne) begab es sich, dass wir etwas erleben durften, womit wohl keiner von uns jemals gerechnet hätte. Nach den wunderbaren P.O. Box aus Frankreich, Chuck Ragan äh Tim Vantol und unseren lieben Freunden von Not Available sahen wir No Use For A Name und Lagwagon vor verteilt maximal 800 - 1000 Leuten, vor der Bühne waren es vielleicht...400? Was für die Veranstalter vielleicht ein finanzielles Risiko sein wird/ist/war (wenn auch für Herz und Seele ein unbezahlbares Erlebnis) war für uns vor der Bühne einfach nur der totale Kracher. NUFAN haben mich zwar nicht so umgehauen (mal ganz abgesehen von der Technik hatten die Jungs um Tony Sly (insbesondere er selbst) wohl auch schon bessere Tage), dafür waren Lagwagon der ultimative Festivalabschluss mit einem Set, wovon man nur Träumen kann.
Danach hieß es für uns nur noch ein warmes Feuer suchen, was wir bei unseren tolle Zeltnachbarn fanden, um nicht zu erfrieren (fiese Eifel) und irgendwann glückseelig in den Schlafsack zu sinken.

Sonntag haben wir dann noch einen kleinen Abstecher nach Luxembourg-City gemacht (Fotos folgen), eine der schönsten und meiner liebsten Städte. Gegen 20Uhr hatte Münster uns wieder und so endet die Geschichte vom bisher schönsten Wochenende diesen Jahres. Ich hoffe sehr, dass es nicht das letzte Riez Open Air gewesen ist und wenn nicht, sind wir nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei. Visit: Riez Rockbar und Festival.

Deeply in love!

ps: Tobi, Bettina, Kocz, war schön mit euch :)

Wir sind zurück...

...vom kleinsten, unverhältnismäßigsten und lohnenswertesten Festival, auf dem ich jemals war. Für den ersten Eindruck, hab ich das Riez-Fotoalbum mit einer kleinen Auswahl links eingebunden. Für einen längeren Bericht reicht es heute nicht mehr, ich muss dringend schlafen. Eine Sache liegt mir jedoch auf dem Herzen, zu der ich eigentlich garnichts sagen wollte.

Während des Festivals haben wir von dem Loveparade-Unglück erfahren. Über die Musik, die Menschen, den Konsum auf der Veranstaltung mag man geteilter Meinung sein (meins ist es nun wirklich auch nicht), jedoch sollte man sich vor Augen führen, was zu Beginn - 1989 - für ein Gedanke dahinter stand und zweitens, dass jede "Subkultur" ihre Lebensberechtigung hat und haben soll. Wenn ich dann über Kommentare stolpere wie "Wer da hingeht ist selber Schuld und hat es nicht anders verdient." dann fange ich ernsthaft an zu Zweifeln, dass Mensch noch alle Tassen im Schrank hat. Ein bisschen Toleranz ist doch nicht zu viel verlangt, ein bisschen Respekt (und wenn es einfach nur mal die Fresse halten heißt) doch wohl auch nicht?

escaperightnow

aber folgt mir nicht, ich weiß auch nicht wohin..




"She didn't feel like an adult. She was in no way prepared. It was as if a fire alarm had gone off in the middle of the night and she was standing on the street with her clothes bundled up in her arms." - David Nicholls, 'One Day'

Aktuelle Beiträge

weekend trip.
Über zwei Monate nach meinem letzten Beitrag gibt es...
escaperightnow - 23. Nov, 16:09
die heizung auf unmenschlich?...
die heizung auf unmenschlich? ist das von nöten oder...
aylin (Gast) - 22. Sep, 20:26
Oh man dann sind schon...
Oh man dann sind schon wieder 7 wochen um, ging ganz...
Tobi (Gast) - 20. Sep, 16:56
Iyi akşamlar arkadaşlar!
Ach die Zeit vergeht und ich merk so wenig davon. Das...
escaperightnow - 17. Sep, 19:00
Hattuša - weiter gehts!
So, die ..ich nenne es mal Magenverstimmung.. ist überstanden,...
escaperightnow - 17. Sep, 18:37

User Status

Du bist nicht angemeldet.